Vorübergehend geschlossen
Danke für das Verständnis.
Endlich ist es soweit, heute Abend hebt mein Flieger in Zürich ab. Ich fahre, besser gesagt fliege, in den wohlverdienten zweiwöchigen Urlaub. Da es ein wirklicher Urlaub werden soll, verabschiede ich mich für diese Zeit aus der Kommunikationsgesellschaft. Zumindest was das Bloggen angeht. Einzig meinen Moblog werde ich ab und an mobil aufdatieren.
Wer wissen will, wohin es geht, dem sei soviel verraten: Es liegt an einem See, etwas abseits der Zivilisation und hat keinen Telefonanschluss (von anderem ganz zu schweigen). Und das Beste: es gehört mir.

So ungefähr sieht mein Urlaubsziel aus.
(moeller-hamburg.com)
Aber diese zwei Wochen werden gewissermassen auch als Klausur dienen, in der einige anstehende Projekte vorangetrieben werden. Ich werde zu gegebener Zeit informieren.
Meinen Lesern wünsche ich also eine ebenfalls erholsame Sommerzeit - Ihr werdet sicher anderswo ebenso fündig wie hier. So long, and thanks for all the fish!

«Initiant und Geschäftsführer Dominik Kaiser kennt als ehemaliger Chef des Kölner Musiksenders Viva Plus und unabhängiger Produzent für das Schweizer Fernsehen das TV-Business. Zuvor war er Mitinhaber einer Trendagentur, publizierte Bücher über Jugendmarketing und war Vorstand im Verein Street Parade. Auch als Musik- und Filmproduzent («The Ring Thing») war er erfolgreich. Als Programmchef hat Kaiser den ehemaligen RTL-2-Programmleiter Torsten Prenter engagiert, der im hart umkämpften deutschen Markt mit sicherem Gespür für Publikumserfolge auf Reality-TV und Doku-Soaps wie «Frauentausch» setzte.Da bin ich ja mal gespannt. Aktuell im Sommerloch wird einem ja allerorts nur Konserven-TV geboten. Man kann sich also schon mal einstimmen auf den Sender. Ob es damit getan ist, um den (laut Kaiser) genügend grossen Werbemarkt im Land zu überzeugen, muss sich weisen. Aber ich wage eine Prognose: 3+ wird TV3 um - sagen wir mal - ein halbes Jahr überleben. Dixi. Aber auf mich hört keiner.
Schlanke Strukturen
Selbst herstellen wird 3+ seine Sendungen nicht. Sie werden von deutschen, aber auch von einheimischen Produktionsfirmen eingekauft. Vorgesehen ist die Zusammenarbeit etwa mit Constantin Entertainment, TresorTV oder Ufa, die entsprechendes Know-how aus Deutschland in die Schweiz mitbringen. Aber auch FaroTV, Ringier-TV und Endemol, die bereits in der Schweiz tätig sind, sollen zum Zug kommen. «Als TV-Sender kann man aus den besten Ideen und den interessantesten Budgets auswählen», sagt Kaiser. Die konsequente Auslagerung der Produktion minimiert das Risiko und hält Budgets und Strukturen schlank. 3+ will mit rund zwanzig fest angestellten Mitarbeitenden auskommen. Möglich macht das der Verzicht auf Information: Die News werden 60 Sekunden dauern, ergänzt mit einem 30-Sekunden-Wetter-Spot.»
«At the end of the year [2005] there were 69.2 million people using the Internet from mobile devices, compared to 66 million conventional PC users, the Ministry of Information and Communications' annual "Information and Communications in Japan" white paper said.Bei uns wird das wohl noch eine Weile dauern - zumal der entsprechende flächendeckende Zugang noch fehlt. Ich freu mich jedenfalls auf diese Zukunft und evaluiere derzeit ein passendes Endgerät. Mobloggen tue ich ja schon. Und erst noch mit einfachsten Mitteln, nämlich mit meinem MIDP 2-Handy - also Java - über das Blogger-Widget von Bluepulse. (via » Digital World Tokyo)
... Between the two user groups, mobile Internet users access the Internet more frequently. About 55 percent of these users log on at least once per day, compared to 44 percent of PC-based users.»
«Die Zeitung ist ein horizontales Medium, es erweitert Informationen und führt den Leser», dagegen ist «das Internet ... ein vertikales Medium, es vertieft Informationen, und es bezieht den Nutzer interaktiv ein.»Besser hätte ich es nicht formulieren können. Aber ich nenne das schlicht das «Ende der Gatekeeper». Die klassischen Medien werden immer mehr ihre Katalysator- und Meinungsbildungsfunktion einbüssen. Nich umsonst verlegen sich immer mehr Printprodukte auf eine Web first-Policy, d.h. aktuelle Meldungen erscheinen im Netz zuerst, in der Printausgabe folgen dann Hintergrundartikel. Springers «Welt» gehört nun auch dazu. Und just in diesem Zusammenhang hat sich Döpfner auch geäussert.
«Bloomberg, Blogger und die BBC
Natürlich gibt es eine gewisse Konkurrenz zwischen der Internet- und der Printausgabe des "Guardian". Aber man müsste schon blind sein, um zu denken, dies sei die einzige Konkurrenz, oder auch nur die wichtigste - wie man auch Scheuklappen tragen müsste, um zu meinen, wir würden heutzutage nur mit unseren Kollegen von den anspruchsvolleren britischen Zeitungen konkurrieren.
Wenn wir beschlossen hätten, die Meldung zum Tod von Sarkawi 24 Stunden lang zurückzuhalten, hätte wir damit nur erreicht, dass sich die Leser der "Guardian"-Internetseite Nachrichtenquellen zuwenden, die sich nicht an unzeitgemäße Terminregelungen halten. Diese Leser hätten sich bei Reuters, bei der BBC, bei Google News, Yahoo, MSNBC, der "New York Times" oder einer Heerschar anderer völlig verlässlicher Internetseiten - auch Blogseiten - informiert.
Ich vermute, wir werden aufgrund unserer Entscheidung einige Printleser verlieren; wahrscheinlich werden es aber kaum mehr sein als die, die wir (und alle anderen) ohnehin verlieren aufgrund einer sanften Abwanderung von Print- zu Internetmedien.
Heutzutage hat der "Guardian" in New York mehr Internetleser als in Birmingham. Weit mehr als sechs Millionen nordamerikanische Einzelleser können jetzt regelmäßig unsere Internetseite abrufen - oft gleich am Morgen Ortszeit. Diese Leute wollen die aktuellen Meldungen lesen, nicht bis zum nächsten Tag vertröstet werden. Was für Auslandsmeldungen gilt, ist bei Finanzmeldungen erst recht der Fall.»

«Im Rahmen meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl Marketing der Ludwig-Maximilians-Universität München führe ich eine Befragung unter Weblog-Lesern zum Thema „Der Einfluss von Qualität auf die Glaubwürdigkeit von Weblogs“ durch.Hier ist also der Link zur Umfrage. Nicht vergessen, das Wortgefecht anzugeben. Ich werde dann nach Abschluss der Umfrage (15. Juli) weiter über die Diplomarbeit berichten, zumal allen teilnehmenden Blogs ein Exemplar der Arbeit zugesichert wird.
Die Weblog-Leser sollen dabei ein bestimmtes Weblog auf unterschiedliche Qualitäts- und Glaubwürdigkeitskriterien bewerten. Anschließend soll anhand einer Regressionasanalyse herausgefunden werden welchen Einfluss bestimmte Qualitätskriterien auf bestimmte Glaubwürdigkeitskriterien haben.
Um diese Umfrage durchführen zu können benötige ich viele Weblog-Autoren, die bereit sind, einen Link zu meiner Umfrage auf ihrem Weblog zu veröffentlichen. Sie würden mich sehr unterstützen, wenn Sie innerhalb der nächsten Tage folgenden Link zu meinem Fragebogen auf Ihr Weblog setzen, da ich auf eine rege Teilnahme angewiesen bin, um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen.»