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Veranstaltungshinweis: Citizen Journalism

Das bekannte Medienausbildungszentrum MAZ veranstaltet neu das MAZ-Mediapodium «Tendenzen». Zum Auftakt steht das Thema Citizen Journalism (warum nennen die es nicht einfach Bürgerjournalismus?) auf dem Programm:
«Seit Medien den Alltag immer schneller und umfassender durchdringen, wächst der Einfluss von Informationen, Fotografien und Videosequenzen aus der Bevölkerung. Im Zuge der Digitalisierung werden zudem immer mehr Zivilpersonen journalistisch tätig. Wie der "Citizen Journalism" das Berufsbild und die Besitzerverhältnisse von Medien beeinflusst, diskutieren u.a. Peter Clifton, Head of BBC News Interactive aus London, Mario Sixtus, Journalist und Blogger aus Düsseldorf, Peter Hartmeier, Chefredaktor des Tages-Anzeigers, und Sylvia Egli von Matt, Direktorin MAZ.» (gefunden auf medienheft.ch)
Anders als sms;-) von ((( rebell.tv ))) werde ich an der Veranstaltung teilnehmen können, da ich dannzumal sowieso in Luzern weile:

Mittwoch, 21.06.2006, von 17.00 bis ca. 20.00 Uhr, Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL), Europaplatz 1, 6005 Luzern
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Gefährliche Arbeit der Journalisten

In den beiden vergangenen Jahren sind so viele Journalisten bei der Arbeit umgekommen, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Zwischen 2004 und 2005 wurden nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts (IPI) mit Sitz in Wien über 100 Journalisten bei ihrer Arbeit getötet. Gleichzeitig sassen allein im vergangenen Jahr rund 125 Journalisten in 24 Ländern im Gefängnis. Zudem wird in 121 von 194 Ländern laut IPI die Pressefreiheit nur teilweise oder gar nicht respektiert.

Aktuellster Fall: Eine Woche nach seinem Verschwinden ist ein russischer Fernsehjournalist tot aufgefunden worden. Die Leiche von Wjatscheslaw Akatow sei bereits am Samstag in einer angemieteten Wohnung in einer Vorstadt von Moskau entdeckt worden, teilte sein Arbeitgeber TWT am Montag mit. Todesursache seien Schläge auf den Kopf gewesen.
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Readers Edition: Preview

Anlässlich der Tagung «Besser Online» wurde ein erstes Preview der «Readers Edition» der Netzeitung präsentiert, das laut Infomail Ende Mai online gehen soll. Laut den Aussagen des verantwortlichen Redakteurs Peter Schink soll das Projekt «auf WordPress laufen - und laut Schink auch OpenSource-Weiterentwicklungen für andere zur Verfügung stellen. Die Beiträge werden auch mit Geodaten versehen und auf einer Google-Map angezeigt. Außerdem sollen die Inhalte unter einen CC-Lizenz verbreitet werden.» Screenshots und mehr Infos gibt es bei onlinejournalismus.de.

Da bin ich doch gespannt, was daraus wird. Registriert bin ich jedenfalls und werde das Projekt hier weiterverfolgen.
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Warum Podcasts?

Podcasts, also abonnierbare Audiofeeds, werden, nach dem ersten Hype (*), immer interessanter. Die Downloadaktivitäten stiegen in den letzten Monaten nahezu explosionsartig an: Waren in Deutschland im Juni 2005 noch rund 220'000 Downloads registriert worden, stieg diese Zahl bis März 2006 auf über drei Mio. pro Monat an (Quelle).

Warum Podcasts gerade für Unternehmen interessant sind? Der durchschnittliche Podcast-Hörer ist männlich, ca. 30 Jahre alt, verfügt über ein gutes Einkommen, ein höheres Bildungsniveau und hört etwa 3.6 Stunden Podcasts pro Woche. Eine interessante Zielgruppe also.

Spezialisierte Plattformen bieten derzeit schon rund 30'000 kostenlose Podcasts an, davon rund 2'000 in deutscher Sprache.


(*) Von 1926 datiert laut dem «Online Etymology Dictionary» die früheste Definition: hype (n.) sprich «haip» - «Unterwelt-Slang» für einen «Schwindel durch Wucher oder Mogelei». (NZZ, 19.05.06) - Interessante Definition, würde ich mal sagen...
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Podcast für die Druckindustrie

Der freie Fachjournalist und Chefredaktor der Fachzeitschrift «Druckmarkt Schweiz», Hans-Georg Wenke, lanciert mit Printradio.info einen neuen Branchendienst für die Druckindustrie im deutschsprachigen Raum als Podcast. Geboten werden Berichte und Interviews rund um die Printmedienproduktion.
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Kennen Sie ihren Kunden?


Kundenzufriedenheit? (sxc.hu)

Um erfolgreich zu sein, muss ein Unternehmen wissen, was seine Kunden wünschen. Viele Unternehmen befragen daher ihre Kunden nach ihrer Zufriedenheit mit dem Unternehmen, seinen Leistungen und Produkten – oder aber seinen Mitarbeitern. Die Ergebnisse dieser sogenannten CSAT- (Customer Satisfaction-) Befragungen führen aber meistens zu Missverständnissen oder befördern gar Falschinterpretationen.

Wer ab und an fliegt, in einem Hotel nächtigt oder schon einmal Leistungen seiner Versicherung in Anspruch genommen hat, kennt die Fragebögen mit vielen Kästchen und mehr oder weniger fröhlich dreinblickenden Smilies, die nach der Kundenzufriedenheit fragen. Für den Ökonomen Fred Reichheld sind solche Befragungen meistens nichts anderes als ein schlechter Witz. Reichheld ist heute Experte und Berater auf dem Gebiet der Kunden-Loyalität, nachdem er lange Jahre bei der renommierten Bain & Company tätig war. Der «Economist» bezeichnete ihn bereits als „high priest of loyality“. In der aktuellen Ausgabe des «Harvard Management Update» (06/2006) nennt er zehn Gründe, wie und warum Unternehmen ihre Kunden nicht verstehen. Hier nun eine Auswahl von fünf Gründen, die direkt CSAT-Befragungen betreffen:

1. Viel zu umfangreiche Fragebogen. Die meisten Fragebogen sind so umfangreich und lang, dass die Befragten gar keine Lust verspüren, sie zu beantworten.

2. Oft leiten Kundenbefragungen nur ein Verkaufsgespräch ein. Die Befragten lernen schnell und werden bei jeder Anfrage sofort misstrauisch.

3. Die Antworten erreichen die falschen Mitarbeiter. Wenn Kunden in offenen Fragen oder den beliebten Bemerkungen von Problemen berichten, verschwinden diese in den Untiefen statistischer Auswertungen und Kennzahlen. Die Angaben erreichen aber selten jene, die das Problem lösen könnten.

4. Erzielen die Umfragen nicht das gewünschte Resultat, wird die Methode angepasst. Je nach Fragestellung und Bewertungsskalen werden trotzdem noch die gewünschten Resultate erreicht.

5. Werden die Resultate der Umfragen zur Leistungsmessung herangezogen, beginnen die Schummeleien. Verkäufer bieten ihren Kunden Vergünstigungen im Tausch gegen gute Bewertungen an, wobei die Kunden allzu gerne mitspielen. Eine Hand wäscht die andere.

Ein Unternehmen, das diese Fehler begeht, sammelt nicht einfach nur wertloses Datenmaterial. Vielmehr besteht die Gefahr, die so gesammelten Antworten auch noch als bare Münze zu nehmen und die Aktivitäten daran auszurichten. Was die Kunden wirklich wollen, erfährt man so jedenfalls nicht.

Tipps, wie man es besser machen kann, folgen in einem weiteren Artikel.

(erschienen am 18.05.06 auf choices.li)
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Ist das erfolgreich?


Sieht so eine erfolgreiche Gratis-Zeitung
aus? (gis)


Heute Morgen gesehen: «heute»-Box am Basler Messeplatz, Zeit 06:15 Uhr. Auch knappe 20 Minuten später am Bahnhof SBB Basel dasselbe Bild - halbvolle Boxen. Eine knappe Stunde später am Bahnhof Bern dito. Wer liest eigentlich dieses Gratisblatt?
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Manche lernen es nie

In der aktuellen «Werbewoche» beschreibt Kolummnist Oliver Fahrni (Jg. 1955) - laut Selbstdeklaration freischaffender Journalist - sein «Fazit nach einer Nacht in der Blogosphäre». Schon der Lead verheisst kaum Gutes: «Privat mag sie nützlich sein, gesellschaftlich verhandelt aber wird per Netz nichts.» Und in der Tat, Fahrni erweist sich als typischer Vertreter der alten (Massen-)Medien. Für ihn sind Blogs schlicht «Mikromedien in einem fundamentalen Problem gefangen – der Vernichtung von Öffentlichkeit. Der Blogger sagt Ich. Er spricht zur Dachluke hinaus und hofft, man höre ihn. 400 Besuche auf einem Blog gelten schon als exzellente Einschaltquote. Und so sehr sich die Blogger auch um Vernetzung mühen – sie bleibt ein Popanz. Privat und für kleine Communities mag sie nützlich sein, gesellschaftlich verhandelt aber wird per Netz nichts.»

Ja, klar. Da wird in Reichweiten, Einschaltquoten und Leserzahlen gedacht. Anderes zählt ja im aktuellen Wischi-Waschi-Mainstream-Journalismus der etablierten Medien nicht. Einmal mehr hat sich da einer den Frust von der Seele geschrieben. Schade eigentlich, denn etwas Umdenken könnte nicht schaden.
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«Heute» ist es mir langweilig


freude herRScht? (heute-online.ch)

Gut, es ist spät - bzw. früh -, aber was ich «Heute» zu lesen bekam, war, gelinde gesagt, mässig bis saumässig. Vierspaltiges Layout auf Tabloid, "zurückhaltend und kontrastarmes" Layout (Werbewoche) bei noch zurückhaltenderem Inhalt. Oder anders gesagt, mein Negativrekord hielt bislang das «20 Minuten» mit knapp acht Minuten reelle Lesezeit. Dieser Rekord wurde «Heute» getoppt: gestoppte 3:55 (geprüfter Omega Chronometer) dauerte das Lesevergnügen. Diese 200'000 Exemplare hätte man genauso gut wieder einstampfen können. Aber vielleicht braucht es sowas aus dem Hause Ringier, um am Markt mitzuhalten.

Jedenfalls hätte ich mir den Gang zum Bahnhof Bern sparen können, um unbedingt eines der ersten Exemplare zu ergattern. Holzverarbeitung sieht m.E. anders aus. So anziehend ist Physiotherapeutin Gigi auch wieder nicht, dass sie auf die Titelseite muss...

A propos Gigi: Habe ich schon gesagt, dass dieser Verein endgültig zwangsrelegiert gehört? Nein? OK, ist ein anderes Thema.
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Moblogging als Feldtest-Methode?


Neuer Anwendungsbreich für Moblogs? (sxc.hu)

Heute bei der Arbeit hatte ich einen Gedankenblitz, den ich hier kurz darlegen will. Allerdings bin ich mr nicht sicher, ob nicht schon jemand dieselbe Idee hatte. Für Hinweise bin ich dankbar.

Also, in medias res: Eine gängige Feldforschungs-Methode der Marktforschung sind die sogenannten paper-and-pencil-diaries, d.h. Tester/Testpersonen werden mit einem vorstrukturierten Tagebuch losgeschickt, in dem sie bestimmte Dinge wie z.B. Einkaufsverhalten, neue Trends o.ä. festzuhalten. Neben den schriftlichen Eintragungen werden oft auch Fotos, Zeitungsartikel usw. in die Hefte eingeklebt. Diese Methode hat einige Schwachpunkte: Zeitverzögerte Resultate, meistens kann nicht vor Ort ein Eintrag vorgenommen werden, d.h. die Tester sind auf ihr Gedächtnis angewiesen etc. Die Bezogenheit zum Lebensumfeld leidet also.

Beim Betrachten eines Moblogs heute kam mir die Idee. Man rüstet jeden Tester aus mit einem Foto-Handy und richtet für jeden einen Moblog - einen Blog mit der Möglichkeit Texte und Bilder direkt übers Handy (E-Mail und/oder MMS) hochzuladen - ein, auf den jeweils nur der Tester und die Studienleitung Zugriff haben. Somit wäre das Problem der Zeitnähe zumindest teilweise gelöst. Diese Methode würde sich wohl vor allem für die qualitative Forschung eignen.
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