Bald ist es soweit: nationales Privat-TV, der zweite Akt

Bald nun ist es soweit, Anfang September wird mit 3+ der zweite Versuch, in der Schweiz nationales Privatfernsehen zu machen, starten. Grund genug für die aktuelle «Werbewoche» das Projekt genauer vorzustellen:
«Initiant und Geschäftsführer Dominik Kaiser kennt als ehemaliger Chef des Kölner Musiksenders Viva Plus und unabhängiger Produzent für das Schweizer Fernsehen das TV-Business. Zuvor war er Mitinhaber einer Trendagentur, publizierte Bücher über Jugendmarketing und war Vorstand im Verein Street Parade. Auch als Musik- und Filmproduzent («The Ring Thing») war er erfolgreich. Als Programmchef hat Kaiser den ehemaligen RTL-2-Programmleiter Torsten Prenter engagiert, der im hart umkämpften deutschen Markt mit sicherem Gespür für Publikumserfolge auf Reality-TV und Doku-Soaps wie «Frauentausch» setzte.Da bin ich ja mal gespannt. Aktuell im Sommerloch wird einem ja allerorts nur Konserven-TV geboten. Man kann sich also schon mal einstimmen auf den Sender. Ob es damit getan ist, um den (laut Kaiser) genügend grossen Werbemarkt im Land zu überzeugen, muss sich weisen. Aber ich wage eine Prognose: 3+ wird TV3 um - sagen wir mal - ein halbes Jahr überleben. Dixi. Aber auf mich hört keiner.
Schlanke Strukturen
Selbst herstellen wird 3+ seine Sendungen nicht. Sie werden von deutschen, aber auch von einheimischen Produktionsfirmen eingekauft. Vorgesehen ist die Zusammenarbeit etwa mit Constantin Entertainment, TresorTV oder Ufa, die entsprechendes Know-how aus Deutschland in die Schweiz mitbringen. Aber auch FaroTV, Ringier-TV und Endemol, die bereits in der Schweiz tätig sind, sollen zum Zug kommen. «Als TV-Sender kann man aus den besten Ideen und den interessantesten Budgets auswählen», sagt Kaiser. Die konsequente Auslagerung der Produktion minimiert das Risiko und hält Budgets und Strukturen schlank. 3+ will mit rund zwanzig fest angestellten Mitarbeitenden auskommen. Möglich macht das der Verzicht auf Information: Die News werden 60 Sekunden dauern, ergänzt mit einem 30-Sekunden-Wetter-Spot.»
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