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Moblogging als Feldtest-Methode?


Neuer Anwendungsbreich für Moblogs? (sxc.hu)

Heute bei der Arbeit hatte ich einen Gedankenblitz, den ich hier kurz darlegen will. Allerdings bin ich mr nicht sicher, ob nicht schon jemand dieselbe Idee hatte. Für Hinweise bin ich dankbar.

Also, in medias res: Eine gängige Feldforschungs-Methode der Marktforschung sind die sogenannten paper-and-pencil-diaries, d.h. Tester/Testpersonen werden mit einem vorstrukturierten Tagebuch losgeschickt, in dem sie bestimmte Dinge wie z.B. Einkaufsverhalten, neue Trends o.ä. festzuhalten. Neben den schriftlichen Eintragungen werden oft auch Fotos, Zeitungsartikel usw. in die Hefte eingeklebt. Diese Methode hat einige Schwachpunkte: Zeitverzögerte Resultate, meistens kann nicht vor Ort ein Eintrag vorgenommen werden, d.h. die Tester sind auf ihr Gedächtnis angewiesen etc. Die Bezogenheit zum Lebensumfeld leidet also.

Beim Betrachten eines Moblogs heute kam mir die Idee. Man rüstet jeden Tester aus mit einem Foto-Handy und richtet für jeden einen Moblog - einen Blog mit der Möglichkeit Texte und Bilder direkt übers Handy (E-Mail und/oder MMS) hochzuladen - ein, auf den jeweils nur der Tester und die Studienleitung Zugriff haben. Somit wäre das Problem der Zeitnähe zumindest teilweise gelöst. Diese Methode würde sich wohl vor allem für die qualitative Forschung eignen.
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Folienkrieger


PowerPoint - Fluch oder Segen?
(shawnmcgough.com)

Kennen Sie das: Sie kommen aus einer Sitzung, einer Präsentation oder Sie haben einfach gerade das letzte Reporting gelesen und es beschleicht Sie so ein Gefühl der Verwunderung, ja des Zweifels? War das Gehörte, das Gelesene wirklich essentiell, hatte es Hand und Fuss? Falls ja, dann haben Sie sicherlich gerade eine Folienschlacht hinter sich. Wohl kaum ein Produkt aus Redmond hat die Geschäftskultur, ja den Alltag derart geprägt wie PowerPoint. In unserer Zeit, in der kaum mehr jemand Verantwortung zu übernehmen gewillt ist - Manager schon gar nicht; wozu sind den sonst die Berater da? -, glänzen alle mit Unverbindlichem, weil Allgemeinplätze.
Verstehen Sie mich nicht falsch, PowerPoint ist eine herrliche Erfindung. Man muss sie nur richtig einsetzen. Präsentationen können heute, dem Beamer sei dank, sogar vor Ort, in der Interaktion mit den Zuhörern geändert werden. Das fördert die Unverbindlichkeit, die Beliebigkeit. Ausgestattet mit dem neusten Neusprech aus den Universitäten werden heute ganze Heerscharen von Folienkrieger auf die Schlachtfelder der Wirtschaft geschickt. Wie die Reiterscharen aus den Weiten der Steppe tauchen sie am Horizont auf und schlagen zu - ohne Gnade.

Durchdachte (will heissen: ausformulierte) Konzepte schreibt heute niemand mehr. Die Aufmerksamkeitsspanne der «Generation Ppt» reicht dazu nicht mehr aus. Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Im Gegenteil, es fördert bis zu einem gewissen Grad sogar die Kreativität. Aber im Format A4 quer geht vielfach die Verbindlichkeit im Bullet- und Chart-Meer unter. Vor lauter Stichworten und Balkendiagrammen sieht man die Inhalte nicht mehr. Ein Insider berichtete mir neulich, bei den Mackies würden die Neuen erst einmal für längere Zeit im Folienkrieg unterrichtet. Ich weiss nicht, ob das so stimmt - aber vorstellbar ist es.

Mein Tipp: Seien Sie ab und an mutig und nehmen sie Word hervor (oder noch besser: den OpenOffice Writer) und legen Sie im Format A4 hoch los. Mehr als eine Bleiwüste kann dabei nicht herauskommen. Bleiben Sie verbindlich: «Haben Sie etwas zu sagen oder Folien dabei?»
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Vom schlechten Geschmack, von Hostessen und von der Ideenlosigkeit


Prototyp am Stand von Saab (gis)

Zuerst einmal muss ich mich für die unregelmässigen Postings entschuldigen, aber seit ich wieder in Lohn und Brot stehe, ist mein Zeitbudget etwas eingeschränkt. Der Jahresbericht drängt...

Dank einer netten Geste von Saab habe ich mich am Sonntag kurzerhand dazu entschlossen, seit Jahren wieder einmal den Autosalon in Genf zu besuchen. Bekanntlich ist ja am vergangenen Wochenende der Winter zurückgekehrt. Also hielt sich der Andrang in Grenzen. So auch meine Begeisterung für die Messe. Kein innovatives Ausstellungskonzept konnte ich entdecken, kein Marketing-Gag abseits des Normalen, nichts. Alles wie gehabt: schlecht gekleidete Hostessen - die allerdings dem Zielgruppengeschmack entsprachen (siehe Bild, Hostess bei Opel) - und tonnenweise langweilig präsentiertes, automobiles Stahl. Schade.


Ja, so sehen Opel-Hostessen
für die Zielgruppe aus... (gis)

Zwei kleine Lichtblicke enteckte ich doch noch: Da war zum einen die Saab-Lounge. Kühles Design, das dem Geschmack des «designaffinen Architekten» (die aktuelle Weltwoche über Saab-Fahrer) entspricht. Gott sei dank ohne die entsprechenden Lounge-Klänge, dafür mit netter Hostess und gutem Kaffee. Dann war da noch der Stand von Mini - laute Musik (Elektro vom feinsten mit DJ), Gadgets für den zeitgeist-beseelten Menschen (iPod-Verkabelung inkl. Steuerung über die HiFi-Anlage) und ansprechendes Design des Stands. Da machte Probesitzen Spass.

Ansonsten tote Hose. Einzig das sonnige Winterwetter mit dem Blick auf die Alpen war wirklich schön. Dafür im Zug nach Hause im Speisewagen noch ein Exempel, wie unglaublich schlecht das Leben doch auch sein kann. Autoverkäufer (schmierig, schlecht gekleidet) mit Lehrerin (bebrillt und mütterlich) unterhalten sich. Aber das ist ein anderes Thema. Nächstes Jahr fahr ich nur noch hin, wenn ich wieder ein Gratis-Ticket bekomme.


Die Saab-Lounge (gis)

Eine Auswahl von Bildern kann man auf meiner STICKAM-Seite betrachten (leider nur mit dem Handy geschossen, die Kamera ging vergessen).
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